Erasmus+

Unser Projekt in Wort und Bild – ein zeitlicher Abriss

August / September 2019

Die Schüler erfahren Details über den Projektverlauf und in der Gruppenarbeit formulieren sie ihre persönlichen Erwartungen an den Wahlbereich und an die geplante Schülermobilität. Ihre Ideen sollen unbedingt in die Projektarbeit einfließen. Mit Hilfe des Internets lernen die Schüler Lettland kennen und erstellen einen Steckbrief. Dabei werden wichtige Informationen wie z. B. Einwohnerzahl, Fläche, Hauptstadt auf Englisch geübt und die Ergebnisse in der Projektgruppe vorgestellt. Schließlich soll die Begegnungssprache bei der Mobilität Englisch und Deutsch sein.

Zur Vorbereitung der ersten Schülerkontakte erstellt jedes Gruppenmitglied einen Steckbrief  „That’s me“ in Englisch. Zusätzlich wird ein einfacher Brief „Your German challenge“ auf deutsch für die lettischen Schüler verfasst, denn einige von ihnen lernen Deutsch als zweite Fremdsprache und wollen hier ihre Kenntnisse vertiefen.

Alle erstellten Arbeiten werden an die Partnerschule geschickt, um den ersten persönlichen Kontakt mit den Schülern aufzunehmen.

Oktober 2019

Die Schüler begrüßen die lettischen Koordinatorinnen in Trebsen und stellen ihnen unseren Wahlbereich vor. Die Steckbriefe der lettischen Schüler werden persönlich übergeben. Beim gemeinsamen Lesen und Übersetzen werden Sprachkenntnisse vertieft und erweitert.

In den folgenden Wochen werden Projektlogos entworfen.

Was ist ein Logo? – Das ist die erste Frage, die sich die Schüler mit Hilfe von Videos über die Geschichte von Wappen und Symbolik und der Entstehungsgeschichte weltbekannter Logos beantworten. Danach entstehen erste Motive für ein Projektlogo. Alle reichen einen Vorschlag für den Logowettbewerb ein.

Die lettischen Schüler erarbeiten ebenfalls Vorschläge!

Beider Partnerschulen stimmen in mehreren Etappen über das beste Logo ab.

November 2019

Wir bereiten eine künstlerische Aufgabe für die lettischen Schüler vor.

Aus einer Fotoserie „Mein Trebsen“ und „Meine Schule“ sollen die lettischen Schüler der Partnerschule eine Collage gestalten.

Die Trebsener Schüler bereiten einen Stadtrundgang für den Besuch im März vor. Anhand eines Stadtplans legen die einzelnen Gruppen ihre Route fest, testen diese in der Stadt und optimieren den Verlauf. Die Stadtführung wird in Englisch erarbeitet. Alle notwendigen, nicht schon bekannten Informationen werden am PC recherchiert. Es werden Moderationskarten zu den Sehenswürdigkeiten erstellt und ein erster “Testlauf” durchgeführt.

Dezember 2019

Weihnachtspost wird vorbereitet.

Weiterhin beginnt die Arbeit in einzelnen Projektgruppen. Die Schüler wollen im März 2020, zur ersten Mobilität, den lettischen Gästen das Muldental vorstellen.

Folgende Themenbereiche sollen dabei beleuchtet werden: Flora und Fauna der Mulde, Kultur und Vereine im Muldental, Sehenswürdigkeiten im Muldental. Dazu werden Projektgruppen gebildet. Zusätzlich arbeitet eine Schülergruppe „Die Journalisten“ an der Schülerzeitung und erstellt Materialien für den Schaukasten vor dem Schulgebäude und das Amtsblatt.

Gleichzeitig entsteht eine Collage aus der zugeschickten lettischen Fotoserie „Meine Schule“.

Januar 2020

Die Arbeit in den Projektgruppen wird fortgesetzt.

Zum “Tag der offenen Tür” stellen wir unsere bisherigen Arbeitsergebnisse vor und machen die Besucher mit unserem Projekt vertraut.

Februar 2020

Die Vorbereitung der 1. Mobilität geht in die Endphase.

Der Stadtrundgang wird ebenso geübt wie auch die Präsentationsbeiträge zur Vorstellung des Muldentals.

Alles natürlich in Englischer Sprache.

Als Überraschung für die lettischen Gäste sammeln die Schüler auch noch Muldengestein.

März 2020

Die erste Mobilität findet statt!

Die Schüler und Schülerinnen aus Lettland sind eine Woche in Trebsen zu Gast! Für uns startet das Abenteuer am Flughafen in Berlin- voller freudiger Erwartungen.

Untergebracht waren wir und unsere Gastschüler und Lehrerinnen in Naunhof im Haus Grillensee.

Bereits am ersten Abend gab es ein großes Kennenlernen der Schüler.

Es wurden verschiedene Gesellschaftsspiele gemeinsam entdeckt und das Eis wurde gebrochen, der Abend fand einen gemütlichen Ausklang.

Gemeinsam wurde die Schulstadt Trebsen und natürlich die Schule erkundet. Dabei führten die deutschen Schüler ihre Gäste durch die Schule, erklärten den Ablauf und Besonderheiten. Schnell wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt.

In der Schule wurden die erstellten Präsentationen rund um die Täler von Mulde und Daugava gehalten und angeschaut. Die lettischen Schüler durften einen Vormittag im Unterricht in verschiedenen Klassen hospitieren und lernten dabei den Schulalltag in Deutschland kennen.

Gegen Abend wurde schnell klar: hier stimmt die Chemie. Bunt gemischte Gruppen aus lettischen und deutschen Schülern waren im Gelände vom Haus Grillensee verteilt.

Es wurde gespielt, „gechillt“ und die Schüler verloren ihre Hemmungen, sich in einer Fremdsprache zu unterhalten.

Ein großes Highlight dieser Woche war der Besuch in Dresden. Gemeinsam mit dem Bus fuhren wir in die Stadt am Wasser.

Es folgte eine Stadtrundführung zu Fuß, durch den Dresdener Zwinger bis hin zur Frauenkirche.

Im Anschluss wurde das Hygienemuseum besucht. Interessant für die Schüler war dabei nicht nur das vermittelte Wissen über unseren menschlichen Körper, sondern der Aspekt, dass vieles zum Mitmachen, Ausprobieren und Anfassen ist.

Eine direkte Verbindung zum Thema Wasser und Mulde wurde mit dem Ausflug in das Rittergut Trebsen geschaffen. Vorab haben unsere Schüler Muldensteine gesammelt, welche dann den Kern des Projekttages bildeten.

Die Steine wurden in jeweils zwei Hälften zersägt und jeweils ein deutscher und ein lettischer Schüler teilten sich einen Stein.

Diese Hälfte wurde in mühevoller Arbeit geschliffen, bis daraus schließlich ein Anhänger gemacht werden konnte.

Im Rittergut gab es allerhand interessante Fakten über die Geologie des Muldentals zu erfahren. Die Themen Steine und Gestein standen dabei im Vordergrund.

Am Ende des Tages waren die Schüler sehr stolz, ihren eigens angefertigten Anhänger mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Entlang der Mulde ging es auf zur Stadtführung durch unsere Schulstadt Trebsen. Dazu wurden im Vorfeld Stadtführungen mit interessanten kulturellen und historischen Fakten in englischer Sprache verfasst. Ein wenig aufgeregt fanden doch alle unsere Schüler den Mut, ihre Gäste durch Trebsen zu führen.

Es waren sehr spannende und aufregende Tage. Wir konnten viel voneinander lernen und der Austausch unter den Schülern war sehr rege. Neben vielen interessanten Fakten und neu angeeignetem Wissen kam eins nicht zu kurz:

DER SPASS!

Es entstanden in dieser sehr kurzen Zeit neue Freundschaften, die sogar zu Tränen beim Abschied führten.

März 2020 – August 2021

Es gab so viele Pläne und Wünsche, doch kam alles anders, als erhofft.

Durch die Coronapandemie nahm unser Projekt einen ganz anderen Verlauf, als wir es uns gewünscht hätten. Geplant war die Flugreise nach Aizkraukle, um unsere Projektpartner und die Gastsschüler dort besuchen zu können. Dieses Highlight wurde uns leider verwährt.

Um das Projekt jedoch nicht einfach abzubrechen versuchten wir in den verbleibenden Monaten unser geplantes Kochbuch zu erstellen.

Erschwert durch ständige Einschränkungen (häusliche Lernzeit, Verbot Klassen oder Gruppen zu mischen etc.) bemühten wir uns, ein ansprechendes Kochbuch zu erstellen.

Die Schüler stimmten über ihre Lieblingsgerichte ab, übersetzten die Rezepte und kochten diese natürlich nach, um das Kochbuch entsprechend bebildern zu können.

Auszug aus dem Kochbuch